Das 1×1 für Vorwissenschaftliche Arbeiten

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Musst Du in diesem Schuljahr eine Vorwissenschaftliche Arbeit verfassen? Kein Grund zur Panik – oder doch? Es kommt darauf an. Wenn Du vorhast, Dich nicht an gewisse Regeln zu halten und Deine Arbeit dem Zufall zu überlassen, dann solltest Du eventuell nervös sein oder es zumindest einen Tag vor der Deadline werden. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, dass Du Dich an bestimmte Punkte hältst. Das bewahrt Dich vor Chaos, Stress und schlaflosen Nächten. Vertraue uns und lies diesen Beitrag. Denn hier findest Du die wichtigsten Punkte, die es zu beachten gibt. Quasi das 1×1 für Vorwissenschaftliche Arbeiten.

Eines vorweg: Es gibt verschiedene Stufen, die aufeinander aufbauen und die auch nicht durcheinandergebracht werden können. Das bedeutet, Du kannst nicht mit dem Schreiben starten, ehe Du eine(n) BetreuerIn hast oder Du kannst nicht recherchieren, bevor Du ein Thema hast.

 

Phase 1: Themenfindung und Betreuungsperson

Wie die Überschrift schon erahnen lässt, geht es in dieser Phase darum, dass Du Dich für ein Thema entscheidest. Natürlich gibt es unendlich viele Themen. Wir raten jedoch, dass Du Dich für ein Thema entscheidest, von dem Du prinzipiell schon Ahnung hast. Weiters ist es sinnvoll, wenn Du Dich bereits im Vorfeld schlaumachst, ob es auch ausreichend Literatur gibt. Mit Deinem gewählten Thema suchst Du Dir dann eine Betreuungsperson. Hier gilt: umso früher Du fragst, desto eher wird sie einen Betreuungsplatz für Dich haben. Erkundige Dich vorweg, welche Erfahrungen andere SchülerInnen mit dieser Person gemacht haben. Frage Dich auch, ob Du Dir vorstellen kannst, dass diese Dich berät und Du ihr vertraust. Denn die Betreuungsperson unterstützt Dich bei allerhand Dingen:

  • bei der Eingrenzung des Themas
  • bei der Methodenwahl
  • bei der Schwerpunktsetzung und Konkretisierung der Fragestellung
  • bei den ersten Recherchen (Literatur, ExpertInnen, …)
  • bei der Vorgehensweise durch den gesamten Arbeitsprozess

 

Phase 2: Planung ist das halbe Leben

Nachdem Du das offizielle „Go“ von Deiner Betreuungsperson bekommen hast, fängt der Spaß erst richtig an. Gemeinsam legt ihr einen Plan fest. In diesem werden etwa Meilensteine definiert. Das ist mehr oder weniger Dein Fahrplan durch die Vorwissenschaftliche Arbeit. Es wird festgelegt, bis wann Du was fertiggestellt haben musst. Außerdem werden Schwerpunkte gesetzt, Forschungsmethoden ausgewählt und es werden Dir die Prüfungs- und Beurteilungsmodalitäten mitgeteilt. Tipp am Rande: Deadlines sind nicht da, um überzogen zu werden. Am besten hast Du Zwischenaufgaben ein paar Tage früher fertig, denn es würde Dich nur unnötig stressen, wenn Du Deine Aufgaben erst kurz vor Abgabe, vollgepumpt mit Kaffee und verweinten Augen erledigst.

 

Phase 3: Lasset die Schreibprozesse beginnen

Gratulation, Du hast nun ein Thema, mit Deiner Betreuungsperson die nächsten Schritte festgelegt und Du weißt nun, was Du zu tun hast. (Hoffentlich!). Tipp am Rande: Scheue Dich nicht davor, Fragen zu stellen, wenn etwas unklar ist! Es kam in der Vergangenheit selten vor, dass SchülerInnen gebissen wurden, weil sie Fragen bezüglich ihrer Vorwissenschaftlichen Arbeit gestellt haben.

Herzlich Willkommen in der Schreib- und Recherchephase. Dabei geht es darum, dass Du Dich an den roten Faden hältst, wertvolle Literaturquellen verwendest (Wikipedia fällt nicht darunter) und diese richtig zitierst. Keine Panik, all diese Informationen bekommst Du von Deinen LehrerInnen.

Stay motivated

In dieser Phase ist meist das Einzige, das Dir im Weg steht, Deine eigene Demotivation. Deshalb ist es wichtig, dass Du einfach startest und Dir gegebenenfalls ein Gerüst erstellst, indem Du zuerst einmal das Inhaltsverzeichnis gestaltest. Im Nachhinein fällt es Dir leichter, zu den entsprechenden Überschriften den Text zu verfassen.

 

Phase 4: Fertige Arbeit und Beurteilung

Wenn Du die Ernsthaftigkeit der Vorwissenschaftlichen Arbeit erkannt hast und sie dementsprechend pünktlich fertiggestellt hast, reichst Du sie ein. Dabei wird eine Plagiatsprüfung durchgeführt und die Arbeit beurteilt. Deshalb ist es enorm wichtig, dass der gesamte Text von Dir geschrieben wurde. Das bedeutet, dass Du keine Passagen aus dem Internet oder Büchern kopierst. Das wäre dann ein Plagiat und somit ungenügend. Lass Gedanken der Illegalität also am besten bleiben. Sollte Deine Arbeit positiv beurteilt werden, dann steht eine Abschlusspräsentation an. Dabei präsentierst Du in einer vorgegebenen Zeit Deine Arbeit.

Ein paar Tipps für die Präsentation:

  • Halte Dich auch hier an die Vorgaben
  • Sprich nicht länger oder kürzer
  • Übe Deine Präsentation so lange, bis Du Dich sattelfest fühlst
  • Bereite Dich auf mögliche Fragen vor
  • Denke daran: Egal wie nervös Du bist, auch dieser Moment ist nicht für immer

 

Phase 5: Juhu, geschafft!

Diese Phase ist wahrscheinlich die angenehmste von allen. Denn wenn Du hier angekommen bist, heißt das, dass Du all unsere Tipps und Tricks umgesetzt und auch Deine Präsentation gut über die Bühne gebracht hast. Manche Betreuungspersonen wollen eine professionell gebundene Version Deiner Arbeit. Selbst wenn das nicht verlangt ist, kannst Du sie aus freien Stücken binden lassen. Vergleiche dabei jedoch die verschiedenen Anbieter. Wir wünschen Dir viel Erfolg beim Schreiben!

 

Quelle:
http://www.ahs-vwa.at/
https://www.jugendinfo-noe.at/news/2017/vorwissenschaftliche-arbeit
http://www.literacy.at/index.php?id=354

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