Bewerbungsanschreiben: Aufbau & Muster-Formulierungen

Wenn Du Deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast und nun auf der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz bist, oder dich beruflich neu orientieren möchtest und dafür geeignete Stellen auf dem Arbeitsmarkt suchst, ist eine gute Bewerbung das A und O. Dazu gehört neben einem aussagekräftigen Lebenslauf auch ein professionelles Bewerbungsanschreiben, in dem Du den potenziellen Arbeitgeber davon überzeugen kannst, dass Du Dich am besten für die Besetzung der Stelle eignest. Aber wie ist ein Bewerbungsanschreiben aufgebaut und was muss man bei den Formulierungen beachten? In diesem Artikel bekommst Du die Antworten.

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Der Aufbau eines Bewerbungsanschreibens

Das klassische Bewerbungsanschreiben ist in insgesamt 9 Abschnitte unterteilt. In der Einleitung schilderst Du den Arbeitgebern Deine persönliche Motivation, Dich auf genau diese Stelle zu bewerben. Im Hauptteil hast Du die Möglichkeit, Deine individuellen Stärken und Kompetenzen schriftlich darzulegen. Im Schlussteil eines Bewerbungsschreibens nennst Du Deine Gehaltsvorstellungen sowie den frühestmöglichen Eintrittstermin. Im letzten Satz kannst Du einen bleibenden Eindruck hinterlassen, indem Du Deine Motivation für die ausgeschriebene Stelle noch einmal kreativ deutlich machst. Im Netz finden sich viele hochwertige Muster für das Bewerbungsanschreiben, die Du downloaden und als Muster für Dein eigenes Bewerbungsanschreiben nutzen kannst. Dieses muss anschließend nur noch mit Deinen individuellen Angaben ergänzt werden. Es ist dabei bereits professionell formatiert und enthält Formulierungen, die Du in abgewandelter Form für Deine Bewerbung nutzen kannst.

Bewerbungsanschreiben – Formale Details

Obwohl es mittlerweile viele verschiedene Möglichkeiten und Varianten gibt, um ein professionelles Bewerbungsschreiben zu verfassen, solltest Du vor allem auf diese Formalien bei der Erstellung besonders achten:

  • Datum: Das Datum sollte beim Anschreiben möglichst aktuell sein. Es befindet sich entweder rechts oben im Dokument, oder wird darunter unmittelbar vor Deiner Unterschrift eingefügt.
  • Unterschrift: Wichtige Dokumente wie ein Bewerbungsanschreiben sollten immer von Hand unterzeichnet werden.
  • Länge: Klassischerweise sollte ein Bewerbungsanschreiben nicht länger als 1 DIN A4 Seite sein. Es hat sich gezeigt, dass diese Länge von den Personalverantwortlichkeiten besonders gut und schnell überflogen werden kann, ohne dass das Lesen zu langwierig wird.
  • Individuelle Formulierungen: Viele Bewerber nutzen altbekannte Floskeln, die sich im Internet finden, für die Formulierung ihres Bewerbungsanschreibens. Besser kommt es an, wenn Du eigene Formulierungen verwendest und Dich bei der Gestaltung des Textes auch etwas kreativ zeigst.
  • Zeilenabstand: Damit ist der Abstand gemeint, den 2 Textzeilen voneinander haben. Dieser sollte nach Möglichkeit 1,0 betragen, damit das Bewerbungsschreiben gut lesbar ist.
  • Schriftart: Die Schriftart sollte deutlich und gut erkennbar sein. Üblich sind bei offiziellen Dokumenten Textarten wie Arial oder Times New Roman.

Der Aufbau des Bewerbungsschreibens im Detail &-Formulierungen

Im Folgenden sollen die 9 Teile eines Bewerbungsanschreibens detailliert vorgestellt werden:

  • Absender, Adressat, Datum: In einem ersten Block listest Du Deine persönlichen Informationen wie Name, Adresse und Telefonnummer auf. Darunter folgt ein Absatz mit den Daten des Empfängers. In diesem Teil sollte besonderer Wert auf eine korrekte Schreibweise gelegt werden.
  • Betreff: Die Betreffzeile gibt kurz und knapp den Zweck des Schreibens wider. Das Wort „Betreff“ sollte jedoch nicht darin auftauchen. Für ein Bewerbungsschreiben könnte die Betreffzeile z. B. folgendermaßen lauten: „Bewerbung als Einzelhandelskaufmann“ oder „Bewerbung um eine Stelle als Fleischereifachverkäuferin“.
  • Anrede: Die Anrede sollte in einem Bewerbungsschreiben so persönlich wie möglich erfolgen. Wenn Du aus der Stellenanzeige bereits die Namen der Ansprechpartner kennst, kannst Du diese in Deiner Bewerbung direkt adressieren: „Sehr geehrter Herr…“, „Sehr geehrte Frau…“. Alternativ kannst Du die Namen der Personalverantwortlichen auch selbst im Internet recherchieren. Falls Du keine Angaben hierzu finden kannst, greife auf die Standardformulierung „Sehr geehrte Damen und Herren“ zurück. Ob die potenziellen Arbeitgeber eher eine förmliche Ansprache bevorzugen, oder gern geduzt werden wollen, kannst Du mithilfe einer entsprechenden Recherche ebenfalls in Erfahrung bringen.
  • Einleitung: Mit der Einleitung steht und fällt oft das gesamte Anschreiben, denn hier hast Du die Möglichkeit, das Interesse Deines zukünftigen Arbeitgebers bereits in den ersten Sätzen zu wecken. Daher ist ein origineller und kreativer Einstieg hier besonders wichtig. Zeig dem Leser Deine Begeisterung und Motivation, für ihn arbeiten zu dürfen und vermeide nach Möglichkeit plakative und ausgediente Phrasen wie „Voller Begeisterung las ich Ihre Stellenanzeige“. Ein gutes Beispiel für einen Einstiegssatz könnte wie folgt aussehen: „Nachdem ich die Arbeit Ihres Unternehmens bereits seit langem mit Faszination verfolge, freue ich mich über die Möglichkeit, Ihnen nun auch einen Eindruck von meiner Person zu vermitteln.“
  • Hauptteil: Hast Du das Interesse des Arbeitgebers in der Einleitung wecken können, so hast Du im Hauptteil des Anschreibens die Möglichkeit, diesen von Deinen Qualifikationen und Kompetenzen für die Stelle zu überzeugen. Statt den kompletten Werdegang zu schildern, solltest Du Dich dabei jedoch auf die wichtigsten Stationen und Kernaussagen konzentrieren. Auch Dein aktueller Status und mögliche Gründe für einen Stellenwechsel sollten aus diesem Teil Deines Bewerbungsschreibens klar hervorgehen. Hier ist ein Beispielsatz, den Du im Hauptteil des Schreibens verwenden könntest: „In meiner aktuellen Anstellung als Zahnmedizinische Fachangestellte konnte ich neben der Versorgung von Patienten und der Durchführung prophylaktischer Maßnahmen auch viel über die Organisation und Verwaltung einer Zahnarztpraxis lernen und das Gelernte anschließend in der Praxis umsetzen.“
  • Unternehmensbezug: Indem Du in Deinem Anschreiben auf das Unternehmen eingehst, für das Du Dich bewerben willst, demonstrierst Du sowohl Interesse als auch die intensive Auseinandersetzung mit dem zukünftigen Arbeitsplatz. Dabei kannst Du z. B. explizit auf die Anforderungen in der Stellenanzeige Bezug nehmen und belegen, wo Du die entsprechenden Qualifikationen hierfür erworben hast. So könnte eine entsprechende Formulierung hierzu aussehen: „Da ich bereits in Rom als Dolmetscherin arbeiten durfte, spricht mich der interkulturelle Ansatz in Ihrem Unternehmen besonders an.“
  • Schlussteil: Beende das Bewerbungsschreiben mit einem Satz, der Deine Motivation, für das Unternehmen tätig zu werden, nochmals unterstreicht, z. B. „Ich würde mich freuen, Sie schon bald mit meinem Arbeitseinsatz unterstützen zu können.“
  • Grußformel: Bekannte Grußformeln wie „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Viele Grüße“ kannst Du kontextabhängig auch in Deinem Bewerbungsanschreiben verwenden.
  • Anlagenverzeichnis: Mit dem Begriff „Anlagen“ schließt Du das Anschreiben ab und machst gleichzeitig deutlich, dass detailliertere Dokumente darauf folgen. Diese können unter dem Wort „Anlage“ aufgelistet werden.

Abschließende Bemerkungen zum Bewerbungsanschreiben

Ein gutes Bewerbungsanschreiben ist neben dem Lebenslauf oft ausschlaggebend für den Erfolg einer Bewerbung. Wenn Du es schaffst, das Interesse der Arbeitgeber bereits am Anfang des Schreibens zu wecken, hast Du gute Chancen, diesen in Erinnerung zu bleiben und bei einer engeren Auswahl der Kandidaten für die gewünschte Stelle berücksichtigt zu werden.


Mit freundlicher Unterstützung von
Spirofrog

Bild:
© pixabay.com

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